Linux ist freie Software, das heißt, das jeder sein eigenes Linux programmieren kann.Und so verwundert es nicht, das es um die 300 verschiedenen Linux Varianten gibt. Darunter sind Server Varianten, spezielle Varianten für Schulen, Grafiker, Musiker etc. Andere werden nur in bestimmten Sprachen angeboten. So fallen also schon diverse Varianten weg. Entscheidend bei der Wahl des „richtigen“ Linux sind, meines Erachtens nach, die nachfolgenden Kriterien:
- 1.) was habe ich damit vor
- 2.) wie einfach ist die Installation
- 3.) läuft es stabil und wird es gepflegt
- 4.) wie sicher ist es
Zu eins: Will ich nur Dokumente erstellen, meine Mails versenden und ansehen und im Internet surfen? Oder habe ich weiter gehende Aufgaben, wie Bilder bearbeiten und Videos schneiden? Muss ich für die Firma Tabellen und Style Sheets erstellen?
Mit den meisten Varianten können alle genannten Aufgaben erledigt werden. Es gibt aber beim Umstieg von Windows, oder Mac OS, einige Dinge zu beachten, denn nicht immer gibt es unter Linux auch die gleichen Programme. Von daher ist eine gewisse Einarbeitungszeit einzuplanen. Das ist aber bei der ersten Anwendung von Windows, oder MacOS, genau so. Für spezielle Aufgaben gibt es auch entsprechende Linux Varianten, in denen schon Apps enthalten sind, mit denen man direkt arbeiten kann, ohne sich diese erst zusammen suchen zu müssen.
Zu zwei: Kann ich mir einen USB Stick erstellen, von dem aus ich mir das System zuerst einmal ansehen kann, ohne es zu installieren? Ist die Installation vom USB Stick einfach zu handhaben und kann ich beispielsweise meine WLAN Verbindung ohne großen Aufwand einrichten?
Die meisten Linux Varianten bieten den Live Modus an, sodas man sich die Software erst einmal anschauen kann, ohne sie direkt auf Festplatte zu installieren. Und bei vielen ist es auch so, dass der WLAN Adapter erkannt und die Netzwerke angezeigt werden. Dort sucht man sich dann das richtige aus und kann das Passwort eingeben. Bei manchen Varianten muss das Passwort dann noch in einem „Tresor“ abgelegt werden und es wird nach jedem Start aus Sicherheitsgründen neu abgefragt.
Zu drei: Ist es eine Software die bekannt ist und von vielen anderen Menschen genutzt wird? Gibt es Unterstützung z.B. in Foren?
Das ist eine nicht zu unterschätzende Frage, die aber nicht pauschal beantwortet werden kann. Allerdings kann man sich bei den Top Variationen darauf verlassen, das man bei einem Problem nicht alleine gelassen wird. Zudem kann man Antworten auch in anderen Foren finden.
Zu vier: Linux, egal welche Variante bietet ein hohes Maß an Sicherheit. Es gibt Firewalls und weitere Maßnahmen, die das System schützen.
Nachdem ich nun einige Linux Distros getestet habe, hier meine Rangliste:
Tuxedo OS ist eine Linux Variante aus Deutschland, Sie basiert auf UBUNTU und erhält regelmäßig Updates. Ich habe dieses Linux auf meinem Notebook und bin sehr zufrieden damit.
Auch wenn ich den Gnome Desktop persönlich nicht so mag, ist UBUNTU doch eine gute Wahl. Es ist eine LTS Version, die mehrere Jahre gepfegt wird, was bedeutet, das es immer wieder Sicherheitsupdates gibt. Zudem basieren viele andere Varianten darauf.
Linux Mint ist so ein UBUNTU Ableger, welcher sich einen moderneren Anstrich gegeben hat. Linux Mint läuft auch stabil und ist eine sehr beliebte Distro.
Open Suse ist eine Linux Distro aus Deutschland. Sie existiert schon sehr lange und ist wegen ihrer Stabilität beliebt. Auch hier gibt es eine Version mit Langzeitpflege.
Elementary OS ist auch eine schöne Distro, die man sich einmal ansehen sollte. Sie basiert ebenfalls auf UBUNTU und kommt aus den USA.
Voyager OS ist eine Linux Variante aus Frankreich. Sie basiert ebenfalls auf UBUNTU in der LTS Version. Es gibt aber auch hier einige eigene Veränderungen.
Fedora Linux bietet immer die neueste Software und ist in diversen unterschiedlichen Variationen erhältlich.
Alma Linux ist die Nachfolge Distro von CentOS, mit Langzeitunterstützung. Die neuste Version wird bis ins Jahr 2032 suported. Das ist Rekord.